Samstag, 15. August 2020

Erlebnisdorf - Ein Freizeitpark in 1:160 entsteht (1)

Auf meiner Modellbahnanlage im Maßstab 1:160/Spur N gibt es noch eine letzte unbebaute Ecke. Hier soll ein kleiner Freizeitpark, angelehnt an ein Vorbild in Norddeutschland entstehen. In unregelmäßigen Abständen möchte ich Euch die Baufortschritte vorstellen. Heute geht´s los mit den Plänen der letzten Jahre und einem der ersten Fahrgeschäfte. 



Ein Freizeitpark im Maßstab 1:160, oder zumindest ein Ausschnitt davon - das war vor ein paar Jahren die Idee, als es darum ging, eine rund 40 x 70 cm große Fläche auf meiner Modellbahnanlage zu füllen. Da das Angebot an Fahrgeschäften in 1:160 eher überschaubar ist, wurden einige Alternativen dazu überlegt und oftmals genau so schnell wieder verworfen: Ein Westerndorf (zum damaligen Zeitpunkt gab es keine passenden Figuren) ebenso wie ein Mittelalterdorf (dito), ein Miniaturenpark mit vereinzelten Fahrgeschäften (dieses Thema wird vielleicht später noch einmal aufgegriffen).

Den Sommerurlaub 2019 verbrachten ich und meine Familie an der Ostsee. Dort waren wir auch mehrere Tage im "Karls Erlebnisdorf“ zu Gast, einem kleinen Freizeitpark in Rövershagen in der Nähe von Rostock, in dem sich alles um das Thema Erdbeeren dreht. Neben den Fahrgeschäften, wie einer kleinen Raupen-Achterbahn, einem Freefall-Tower und einer Traktorbahn, gibt es dort auch einen Bauernmarkt, in dem man allerlei kaufen kann, verschiedene Manufakturen (für leckere Marmelade zum Beispiel) und zahlreiche Erlebnisgastronomie-Angebote, alles mit „ländlichem“ Flair. Meine beiden Kinder waren von der Idee, Teile des Erlebnis-Dorfs in ähnlicher Art auf der Anlage als Modell umzusetzen hellauf begeistert, und so ging die Planung im vergangenen Herbst richtig los. 

Auf einer zusätzlichen Fläche von 125 x 83 cm entsteht nun ein Erlebnis-Dorf im Maßstab 1:160, nicht komplett vorbildlich nachgebaut, aber angelehnt an das Original in Rövershagen. Was ich in meinem kleinen Freizeitpark alles plane - dazu mehr demnächst hier im Blog. Eine der Attraktionen möchte ich Euch heute vorstellen.



Eine Achterbahn war von Beginn an Bestandteil der Planungen meines Miniatur-Freizeitparks. Vor knapp drei Jahren baute ich eine erste kleine Achterbahn, ohne konkretes Vorbild. Als Baumaterial kamen Geländer im Maßstab 1:160 von der Fa. Auhagen (als Schienen) sowie Industriezäune von Kibri (als Stützen) zum Einsatz. Das Auhagen-Geländer hat den Vorteil, dass es sich etwas biegen lässt und so auch leichte Kurven gebaut werden können. „Richtige“ Kurven können sich nur durch Zusammensetzen kleiner Geländerabschnitte umsetzen, natürlich immer mit kleinen „Ecken“. Diese Ecken können aber durch Abschleifen mit Schleifpapier deutlich verringert werden.




Die Erdbeer-Raupenbahn entspricht in den Maßen dem 160fach verkleinerten Vorbild. Da es sich beim Vorbild um die „Wacky Worm“- bzw. „Big Apple“-Achterbahn handelt, die weit verbreitet ist, fand ich im Internet zahlreiche Fotos, die mir beim Bau halfen. Um eine Vorstellung der Modellgröße zu bekommen, wurde ein erstes, vereinfachtes Modell aus Karton erstellt, das als Vorlage für das spätere Kunststoff-Modell diente. Auch beim Bau der neuen Achterbahn nutzte ich das Auhagen-Geländer (u.a. zu finden im Artnr. 14466, St.-Marien-Klinik) für die Schienen, als Stützen nahm ich den Gitterzaun von Faller (Maßstab 1:87, Artnr. 180407), bei dem die inneren Elemente entfernt wurden. Hingucker der Raupenbahn wird eine riesengroße Erdbeere sein, im Modell knapp 6 cm hoch. Wie meine Miniaturgebäude auch, entstand diese aus luftrocknender Modelliermasse (Do & dry, Fa. Creall, erhältlich bei Nanu Nana), die entsprechend geformt wurde. Als knifflig erwiesen sich die beiden „Durchfahrten“ in der Erdbeere, durch die die Schienen der Achterbahn verlaufen werden. Beim Modellieren der Erdbeere mussten die passende Lage und die Höhe der Durchfahrten berücksichtigt werden, durch entsprechendes Zurechtfeilen entspricht die Riesenfrucht nun meinen Vorstellungen. Die farbliche Gestaltung erfolgte mit Emaile-Farben der Fa. Revell. 




Die Wagen der Raupenbahn stammen von Rich Schmiedecke (Carnivalkits, über Shapeways). Auf Nachfrage skalierte er mir das vorhandene 1:87-Modell auf 1:160 herunter. Andere Teile seiner 1:87er „Wacky Worm“-Bahn ließen sich leider nicht verkleinern, wie er mir mitteilte. Mit dem Ergebnis der Druckqualität der vorliegenden Achterbahnwagen bin ich zufrieden, auch wenn natürlich in diesem kleinen Maßstab nicht alle Details zur Geltung kommen. Die farbliche Gestaltung erfolgte mit Revell-Farben.



Zum Schluss wurde noch der Einstiegsbereich mit Riffelblech von AM Modellbauideen gestaltet sowie kleine „Scheinwerfer“ aus Modelliermasse und Büroklammern an der Bahn angebracht. Die provisorische Treppe beim Einstieg wird noch durch einen 3D-Druck von DM-Toys ersetzt.



Ein paar Abweichungen zum Vorbild gibt es: So wird die Achterbahn ein paar weniger Stützen aufweisen als das Original (bedingt durch die Materialstärke der verwendeten Teile), und es werden nur 4 statt 6 Wagen vorhanden sein.


Ein passendes Gebäude mit Kassen- und Shopbereich auf Basis des Faller-Einfamilienhauses 232323 mit einer großen, wieder aus Modelliermasse gestalteten, übergroßen Raupe, sowie eine große Schmetterlingsskulptur ergänzen die Raupenbahn. 


Nachdem ich in einer Spur N-Facebook-Gruppe vor kurzem Fotos der Raupenbahn gepostet und mein Projekt vorgestellt habe, wurde die Fa. Karls auf mich aufmerksam. Aus diesem Grund fährt die kleine Raupenbahn mit in den Urlaub nach Rövershagen und trifft dort auf ihr großes Vorbild. Außerdem benötige ich noch ein paar Fotos der dortigen Attraktionen, damit ich mein Mini-Erlebnisdorf weiterbauen kann. 

Mehr zum Besuch in Karls Erlebnisdorf in Rövershagen sowie den Planungen und Baufortschritten meines Erlebnisdorfs gibt´s demnächst hier im Blog.

Webtipp: www.karls.de

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